wir Sizilianer, von Land und Leuten

11 01 2009
wir Sizilianer

wir Sizilianer

Beim ersten Schritt auf sizilianischen Boden stellen Sie fest, Sizilien ist anders als Italien, bunter und extremer. Sizilien in seiner Vielfalt, Sie werden auf Schritt und Tritt Entdeckungen machen, Ihr ganz eigenes und persoenliches Sizilien kennen lernen.

Die aufregendste Annaeherung an Sizilien ist inzwischen etwas aus der Mode geraten, naemlich die mit dem Zug oder auf der hoch ueber der kalabrischen Kueste verlaufenden Autobahn. Bei klarem Wetter werden schon weit vor Villa San Giovanni, dem wichtigen Faehrhafen und Verbindung nach Messina, zuerst der einsame Vulkankegel des Stromboli weit draußen im Meer und die Liparischen Inseln, dann die Bergketten der sizilianischen Nordkueste und endlich, wie ein breiter Fluss die Meerenge sichtbar, der „Stretto“.
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Isola delle Femmine Sizilien

13 12 2008

Isola delle Femmine

Isola delle Femmine ist eine kleine Insel vor der Nordküste Siziliens. Sie gehört zu der Gemeinde Isola delle Femmine, die nach der Insel benannt ist.

Die Insel hat eine längliche Form, sie ist etwa 500 m lang und 250 m breit. An der höchsten Stelle stehen die Überreste eines Wachtturms aus dem Mittelalter, der torre di fuori, die zusammen mit der torre di terra auf dem Festland die Verteidigung der Stadt sicherte und im zweiten Weltkrieg zerstört wurde.

Die Entstehung des Namens, in seiner heutigen Bedeutung „Fraueninsel“, wird in einer volksetymologischen Bildung aus dem Namen Eufemio vermutet. Es werden Legenden zum Ursprung des Namens erzählt, die von einem Frauengefängnis berichten. Eine weitere Legende erzählt von einem Asyl von ihren Männern verdammter Türkinnen, die den Turm selbst errichtet hätten. Nachdem die Verwandten ihnen vergeben hätten, hätten sie sich mit ihnen am Festland angesiedelt und Capaci gegründet. Auch sagt man, dass der Leuchtturm auf der Insel mit seinem Feuerschein „Fiamme“ den ankommenden Booten zur Orientierung diente.

Tatsächlich wurde die Insel von Fischern aus Capaci zum Thunfischfang benutzt. Neben einer tonnara befand sich auch eine kleine Kapelle auf dem Eiland. Diese Gebäude verfielen bereits im 19. Jahrhundert.

Die Insel ist nicht von Menschen bewohnt, wird aber von Kaninchen und Mäusen, Ruineneidechsen und Gelbgrünen Zornnattern bevölkert. Die Insel beherbergt eine der größten Kolonien der Mittelmeermöwe im Tyrrhenischen Meer. Mäusebussard und Wanderfalke gehören zu den Greifvögeln, die die Insel frequentieren. Sie ist ein bedeutender Rastplatz verschiedener Zugvögel, darunter Kormoran, Grau- und Seidenreiher, Eisvögel, Hausrotschwanz, Haubenlerche und Schafstelze. Hinzu kommt eine nicht unbeträchtliche Insektenfauna.

Das unterseeische Leben um die Insel versammelt zahlreiche Arten, neben großen Flächen von Neptungräsern finden sich rund 100 Algenarten und eine überreiche Fauna mit Korallen, Seesternen, Muscheln, Tintenfischen; der Reichtum an Plankton und die günstigen Meeresströmungen ziehen auch pelagische Fischarten wie Gelbschwanzmakrele und Mondfisch an.

Die Insel steht als Riserva naturale Isola delle Femmine unter Naturschutz, das umgebende Meer gehört zu der Area Marina Protetta Capo Gallo – Isola delle Femmine.





Äolische Inseln oder Liparische Inseln

11 12 2008
Aeolische Inseln oder Liparische Inseln
Aeolische Inseln oder Liparische Inseln

Der Archipel vor der Nordküste Siziliens ist durch Vulkanausbrüche entstanden und besteht aus sieben Tnseln: Lipari, Vulcano, Salina, Filicudi, Alicudi, Panarea und Stromboli. Aiolos, der sagenhafte Beherrscher der Winde, der Odysseus gastfreundlich aufnahm, stand dem Archipel Pate. Am dichtesten besiedelt und touristisch am besten erschlössen ist Lipari, die größte Insel (37,6 Quadrat-kilometer). Hier wurde schon in der Steinzeit Obsidian – dunkle, sehr harte glasartige Lava – abgebaut und exportiert. Das Museum auf der Akropolis dokumentiert die Frühgeschichte sehr anschaulich. Heute noch wirtschaftliche Bedeutung haben der Abbau von Bimsstein, einer porösen Lavamasse, die zusammen mit Obsidian vorkommt, ferner Tourismus, Fischfang und der Anbau von Wein (Malvasia) und Kapern. Sehr schöne Panoramen bietet eine Inselrundfahrt, lohnend ist auch die Bootsfahrt zu den Faraglioni mit der 72 Meter hohen Felsnadel Pietralunga. Südlich von Lipari liegt Vulcano mit dem «Gran Cratere», der 200 Meter Durchmesser hat. Seit 1890 stößt er nur Fumarolen aus. Lebendiger ist der Turismus zur Halbinsel Vulcanello mit Schwefelquellen, Fumarolen im Meer sowie Becken mit Fango. Salina besteht aus zwei großen Kratern und bietet, ebenso wie die drei kleineren Inseln, schöne Buchten, Grotten und Felsen. Die Inseln sind am einfachsten von Milazzo aus per Schiff oder Tragflügelboot zu erreichen.





Aegadische Inseln

10 12 2008
Blick vom Monte Erice

Blick vom Monte Erice

Archipel vor Siziliens Westküste: Größte und südlichste Insel ist Favignana, die schon ein wenig touristisch erschlossen ist. Sie ist alljährlich im Mai Schauplatz der Mattanza, des Thunfischfangs. Levanzo hat Steilküsten mit schönen Grotten, in denen steinzeitliche Felsgravierungen und -malereien zu sehen sind. Marettimo hat nur einen kleinen Ort, keine Straße und stille Buchten. Die Inselchen Formica und Maraone sind unbewohnt.